Umweltschutz – Wie du unseren Planeten mit deiner Ernährung retten kannst

In Sozialen Medien werden immer Videos und Bilder geteilt die veranschaulichen, wie unser Planet von uns Menschen zerstört wird. Wie der Regenwald abgeholzt und die Meere vermüllt werden und wie jeden Tag hunderte Tier und Pflanzenarten wegen uns für immer aussterben.

Solche Beiträge bekommen immer viele Likes und werden fleißig geteilt. In den Kommentaren bestätigt man dann eifrig wie schlimm die Situation ist. Letztendlich wird dann aber meistens entschieden dass die Politik oder die großen Unternehmen daran schuld sind. Selber etwas dagegen tun will niemand.

Wenn man solche globalen Probleme lösen will muss man das Problem aber beim Ursprung bekämpfen. Und der Ursprung dieser Umweltkrise ist unser Konsum. Es liegt also bei jedem einzelnen einen Beitrag zu leisten. Vor allem unsere Ernährung hat einen großen Einfluss auf das Wohl unseres Planeten.

Unsere Ernährung beeinflusst die Umwelt

Viele Menschen Menschen denken, dass der negative Einfluss ihres Fleischkonsums nur die Tiere betrifft, die geschlachtet werden. Aber die Folgen reichen viel weiter. Tiere müssen gefüttert und mit Wasser versorgt werden, sie benötigen Weidefläche, scheiden tonnenweise Exkremente aus und stoßen Klimaschädliche Treibhausgase aus.

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Regenwaldabholzung

Jede Sekunde wird ein Hektar Regenwald abgeholzt. Damit verschwindet jeden Tag eine Fläche, so groß wie Berlin und München zusammen von der Erde.

Dadurch werden jeden Tag 137 Pflanzen- und Tierarten für immer ausgelöscht. Grund dafür ist vor allem die Herstellung von Fleisch und Milchprodukten.

Eine einzige Kuh benötigt bis zu 50 kg Futtermittel am Tag. Um diese Futtermittel anzubauen und für Weideflächen wird der Regenwald gerodet. Alleine im Amazonas Ragenwald ist die Vieh Landwirtschaft für über 90% der Regenwaldzerstörung verantwortlich. Ein weiterer wichtiger Faktor ist Palmöl, versuche also Produkte, die Palmöl enthalten zu meiden.

Wasserverbrauch

Eine Kuh trinkt außerdem bis zu 100 liter Wasser am Tag und auch für den Anbau der Futtermittel wird viel Wasser benötigt. Daraus folgt, dass für die Herstellung von 500g Rindfleisch ca. 10.000 Liter Wasser verbraucht werden und für die Herstellung von einem Liter Milch ca. 1.000 Liter Wasser verbraucht werden. Selbst wenn man komplett auf Duschen und Baden verzichten würde könnte man das nicht ausgleichen.

Das Meeressterben

Drei Viertel der Weltmeere sind bereits überfischt und trotzdem werden immer noch jedes Jahr über 90 Millionen Tonnen Fisch aus den Meeren gezogen, von denen 40% noch nicht einmal gegessen, sondern weggeschmissen werden.

Doch damit nicht genug. Für jedes Kilo Fisch, der gefangen wird, landen 5 Kilo ungewollter Beifang in den Netzen. So sterben jedes Jahr 650.000 Delphine, Wale und Robben und über 40 Millionen Haie.

Doch nicht nur die Fischerei gefährdet unsere Meere. Chemische Düngemittel und Pestizide die beim Anbau von Futtermitteln verwendet werden sickern in den Boden und gelangen so in Flüsse und Meere, wo dadurch sogenannte „Deadzones“ entstehen, die so vergiftet sind, dass dort kein Leben mehr möglich ist.

Hungerkatastrophen

Wir bauen zurzeit genug Nahrung an, um 10 Milliarden Menschen zu ernähren, aber anstatt das Essen mit unseren Mitmenschen zu teilen nutzen wir es als Tiernahrung und weiterhin sterben jeden Tag 24.000 Menschen an den Folgen von Hunger.

Klimawandel

Weltweit stoßen Kühe jeden Tag 560 milliarden Liter Methan aus, ein Gas mit einer Treibhauswirkung die 86 mal höher ist als die von CO2. Die Viehlandwirtschaft verursacht zusätzlich jedes Jahr 32 milliarden Tonnen CO2 und ist damit für die Hälfte der weltweiten Treibhausgase verantwortlich.

Schätzungsweise wird der Treibhausgasausstoß der Landwirtschaft bis 2050 sogar noch um 80% steigen. Fleisch und Milch tragen also enorm zu der Erderwärmung, dem Schmelzen der Eiskappen und zum steigenden Meeresspigel bei.

Es gibt Hoffnung

Wenn man diese Zahlen anschaut wird schnell klar, dass wir etwas ändern müssen. Wenn wir weiterhin unseren Genuss, unsere Bedürfnissbefriedigung und unsere Bequemlichkeit über das Wohl unseres Planeten, unserer Mitmenschen und der Tiere stellen werden wir unsere Umwelt und damit auch uns selbst zerstören.

Wir müssen erkennen, dass wir nicht über der Natur stehen, sondern ein Teil der Natur sind und dass die Natur ein kostbares und empfindliches System ist, das wir schützen müssen und das wir nicht weiter ausbeuten dürfen.

Am besten können wir Helfen, indem wir aufhören ein Teil des Problems zu sein. Kleine Änderungen können schon einen großen Effekt haben. Indem wir auf Fleisch und Milchprodukte verzichten, leisten wir einen großen Beitrag zum Schutz unserer Umwelt und zu einer nachhaltigen Zukunft.

Quellen:

http://www.savetheamazon.org/rainforeststats.htm

https://rainforests.mongabay.com/0812.htm

https://www.scientificamerican.com/article/earth-talks-daily-destruction/

http://documents.worldbank.org/curated/en/758171468768828889/pdf/277150PAPER0wbwp0no1022.pdf

http://www.mightyearth.org/mysterymeat/

http://www.un.org/events/tenstories/06/story.asp?storyid=800

http://www.fao.org/docrep/016/i2727e/i2727e01.pdf

http://www.fao.org/docrep/W6602E/w6602E09.htm

http://oceana.org/sites/default/files/reports/Bycatch_Report_FINAL.pdf

http://www.sharksavers.org/files/8613/3185/9956/Shark_Bycatch_FACT_SHEET_Shark_Savers.pdf

http://voices.nationalgeographic.com/2013/03/01/100-million-sharks-killed-every-year-study-shows-on-eve-of-international-conference-on-shark-protection/

http://www.fao.org/docrep/010/a0701e/a0701e00.HTM

https://www.commondreams.org/views/2012/05/08/we-already-grow-enough-food-10-billion-people-and-still-cant-end-hunger

https://www.lonweb.org/hunger/hung-ger-eng.htm

http://www.guthohenluckow.de/pdf/GutHohenLuckow_Rundgang_7.pdf

https://www.ipcc.ch/publications_and_data/ar4/wg1/en/ch2s2-10-2.html#table-2-14

http://isites.harvard.edu/fs/docs/icb.topic1325972.files/SLCPs/Science-2009-Shindell-716-8.pdf

http://www.worldwatch.org/files/pdf/Livestock%20and%20Climate%20Change.pdf

https://gelr.org/2015/10/23/a-leading-cause-of-everything-one-industry-that-is-destroying-our-planet-and-our-ability-to-thrive-on-it-georgetown-environmental-law-review/

http://academic.regis.edu/MFRANCO/Seminar%20in%20Biology%20research%20Literature/Papers/GobalDiets.pdf

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